Brot für alle 2018

Montag, 12. Februar 2018

Unser globales Wirtschaftssystem, das auf intensiver Nutzung der ökologischen Ressourcen basiert, zerstört die Erde. Wenn die Natur einzig als Gegenstand des Profits und der Interessen gesehen wird, hat das ernste Folgen. Die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas, die Abholzung von Wäldern, der wachsende Flug- und Autoverkehr  und die zunehmende Fleischproduktion verursachen steigende Treibhausgasemissionen.

In unserer konsumorientierten Gesellschaft sind materielle Güter wichtiger geworden als innere Werte wie Dankbarkeit, Achtsamkeit, Genügsamkeit etc. Aber wir können unsere Einstellung ändern und uns zum Beispiel mehr auf zwischenmenschliche Beziehungen und Naturnähe konzentrieren.

Angesichts der Bedrohung der natürlichen Lebensgrundlagen, ist unser Einsatz für eine nachhaltige Wirtschaft, die Umwelt und Menschenrechte respektiert, unerlässlich. Und mit Blick auf unsere Partnerinnen und Partner im Süden gilt es, die Dorfgemeinschaften bei ihrem Kampf gegen Landraub und Umweltzerstörung zu unterstützen.

Das Engement für Veränderung braucht innere Kraft, Ausdauer und gegenseitige Ermutigung. Lassen wir uns dafür von der Kampagne-Agenda 2018 inspirieren.

Zuletzt einige konkrete Hinweise:

  • Einkaufen: Lokale, saisonale, biologische sowie fair produzierte und gehandelte, gering verarbeitete Lebensmittel bevorzugen, Fleisch massvoll konsumieren.
  • Produkte von Handwerkern nutzen, anstatt Massenware kaufen.
  • Erneuerbare Energiequellen wie z.B. Sonne, Holz, Biomasse wählen, möglichst auf Flugzeug und Auto verzichten.
  • Apparate reparieren, tauschen, leihen (www.pumpipumpe.ch).

Weitere Initiativen finden Sie in der Kampagne-Agenda, die in unseren Kirchen aufliegen sowie im Dossier «Perspektiven» unter www.sehen-und-handeln.ch.

Johanna Traub, Kirchenpflege